Stefanie, Johannes, Thomas, Andreas von SILBERMOND
Lyrics
Du schläfst neben mir ein,
ich könnt’ dich die ganze Nacht betrachten
Seh’n wie du schläfst, hör’n wie du atmest,
bis wir am morgen erwachenDu hast es wieder einmal geschafft,
mir den Atem zu rauben
Wenn du neben mir liegst,
dann kann ich es kaum glauben,
dass jemand wie ich, sowas Schönes wie dich, verdient hat
Betank mich mit Kraft
Nimm mir Zweifel von den Augen
Erzähl’ mir 1.000 Lügen, ich würd’ sie dir alle glauben
Doch ein Zweifel bleibt,
dass ich, jemand wie dich, verdient hab
‘Refrain:
Du bist das Beste was mir je passiert ist
es tut so gut wie du mich liebst
Vergess’ den Rest der Welt,
wenn du bei mir bistDu bist das Beste was mir je passiert ist
es tut so gut wie du mich liebst
ich sag’s dir viel zu selten, Silbermond
es ist schön, dass es dich gibt‘Strophe:
Wenn sich mein Leben überschlägt,
bist du die Ruhe und die Zuflucht
Weil alles was du mir gibst,
einfach so unenendlich gut tut
Wenn ich rastlos bin, bist du die Reise ohne Ende
deshalb lege ich meine kleine, große Welt in deine schützenden HändeDu bist das Beste was mir je passiert ist
es tut so gut wie du mich liebst
Ich sag’s dir viel zu selten,
es ist schön, dass es dich gibt‘Ich sag’s dir viel zu selten, es ist schön, dass es dich gibt
MAINZ (th) – Wie kann man als Nicht-Silbermond-Fan einen Konzertbericht über ein Silbermond-Konzert anfangen? Vielleicht so: Silbermond haben gerockt. Definitiv. Da gibt es nichts dran zu rütteln.
Silbermond sind die Meister der großen und kleinen Gesten, die man sofort versteht. Der Mitt-Vierziger in der Mitte der Halle mit seiner Frau, die Teenies vorne, die zwischen „Thoommmaaaass“ und „Nooowwiiiii“-Rufen hin und wieder auch der Musik zuhören und den Gesten Aufmerksamkeit widmen, aber auch den Leuten dazwischen, die sich fest vorgenommen haben, einen wunderschönen Abend zu erleben. Jeder von Ihnen wird am Ende mindestens eine Stelle im Konzert nennen können, die für ihn selbst die allerschönste Stelle war. Für mich war das „Meer sein“ – ich mag dieses Lied.
Die Show fing schon mit einer Geste an. „Laut gedacht in…“ wurde auf den weißen Vorhang projeziert gefolgt von einem Foto der Monde auf der Theodor-Heuss-Brücke in Mainz stehend und gehend – im Hintergrund der Landtag, das Schloss und – gut zu erkennen – das gelbe Stadt-Schild von Mainz. Das ist eine so unglaublich einfache und wirklich gute Idee, dass man lauthals losjubeln will. Prompt sind selbst die letzten Zweifler Freunde und legen all ihre Barrieren ab. Silbermond sind jetzt in Mainz, und sie sind unsere Freunde (im Grunde ist das die Weiterführung des Stadtnamen-auf-den-Arm-schreiben-Gedankens – Chapeau!).
Silbermond verstehen es, das Publikum immer wieder anzuregen, seine Hände in die Höhe zu nehmen, mitzuklatschen, mitzusingen. Die große Show vermittelt viel Liebe zur „Improvisation“, wenn hier und da im Text mal „Mainz“ geschrien wird, oder „das Lied mit einem Akkord“ dann lustigerweise am Ende doch noch einen Verspieler drin hat (wofür der Schlagzeuger aber extra aufs Griffbrett schauen muss, um auch wirklich einen falschen Akkord zu spielen) und er lachend zugibt „…mit fast nur einem Akkord“. Das wirkt menschlich, solch ein Verspieler könnte jedem mal passieren, ein Typ wie du und ich. Wenn nach Zugaberufen diese gleiche Szene haargenau nochmal so passiert, wirkt es plötzlich undurchdacht, auf jeden Fall aber sehr verwirrend. Nur auf mich? Mag sein. Nobody’s perfect.
Sicher, sich die Backe abzuwischen nach „Durch die Nacht“, einem Lied, das den Monden nach eigenen Angaben sehr viel bedeutet, ist eine große Geste, die das Publikum mit tosendem Applaus beantwortet. Und nur ein wirklich böser Mensch würde hier Kalkül unterstellen. Wir Normalbürger freuen uns ob so abgrundtief ehrlicher Emotionen, die da von der Bühne schwappen und geben Sie wieder zurück auf die Bühne. Ein Wechselspiel ohne Verlierer.
Es gibt noch so viel Gutes zu berichten: Die Halle war voll, die Leute haben getobt, sind gesprungen, gehüpft, haben Feuerzeuge auf Kommando in die Höhe gestreckt, ein sehr kraftvoller Sound gepaart mit einer aufwändigen Lichtshow – Projektionen, die hier und da mal zu erkennen waren, mal ein Auge, mal weiße Punkte… Alles in allem gibt es – objektiv betrachtet – nicht viel zu kritisieren. Jeder, der sich den Monden öffnete und alles gab, hat es mehrfach zurückbekommen. Die Monde, die uns wirklich alles gaben, haben es ebenfalls tausendfach zurückgekriegt. Band und Fans werden an diesem Abend glücklich ins Bett gefallen sein und sich auf ein neues Zusammentreffen von Mainzer Fans und Silbermonden freuen. 2007, 2008? Wer weiß. Stattfinden wird es in jedem Fall. Daran lässt dieser Abend keinen Zweifel.
Setlist:
1. Das Ende vom Kreis
2. Meer sein
3. A Stückl heile Welt
4. In Zeiten wie diesen
5. Lebenszeichen
6. Durch die Nacht
7. Kartenhaus
8. Nein danke
9. Zeit für Optimisten
10. Schick LOVE
11. Das Lied mit nur einem Akkord
12. Verschwende deine Zeit
13. Symphonie
14. Wissen was wird
15. Unendlich
Zugabe:
16. Bruderduell
17. Wenn die Anderen
18. Das Beste
19. Ich wünsch dir was
Rosenstolz
Rosenstolz ist eine deutsche Musikgruppe aus Berlin, die aus der aus Ost-Berlin stammenden Sängerin AnNa R. und dem in Goslar aufgewachsenen Songschreiber und Sänger Peter Plate besteht. Die vorwiegend auf Deutsch gesungenen Lieder stellen eine Mischung aus Pop, Rock und Chanson dar, wobei die Texte mal derb, mal melodramatisch, mal erotisch, mal provozierend, mal gefühlvoll sind.
Rosenstolz spielte zu Beginn vor sehr kleinem Publikum. Ihr erstes Konzert gaben sie Oktober 1991 in der Galerie Bellevue in Berlin mit knapp 30 Besuchern. Bei einem ihrer Konzerte im Berliner Schwulenzentrum SchwuZ wurden sie 1992 ausgebuht. Die Popularität von Rosenstolz wuchs jedoch von Jahr zu Jahr. Lange Zeit wurden Rosenstolz von Radio und TV ignoriert. Im Laufe der Zeit stieg die Anzahl der Konzertbesucher, die Größe der Hallen sowie Tourneen und die Plattenverkäufe
Lyrics
Als ich eines Tages dachte
das ich verloren bin
begraben und verloschen
küsstest du mir Sinn
in mein verstaubtes Leben
in meiner Seele Eis
und ich begann zu glauben
ein Feuersturm wäre heiss
Machs gut mein Herzenschِöner
nun lasse ich dich ziehen
vergiss was ich gewollt hab
auch Scherben können blühen
Machs gut mein kühnes Feuer
und lass mich weiter friern
wer weiss im nächstem Leben
wird ich dich nicht verlieren.
Rosenstolz ist nicht einfach nur Musik, nein, Rosenstolz ist ein ganzes Lebensgefühl, eine Einstellung!
2004 war das bisher erfolgreichste Jahr für Rosenstolz. Das Album „Herz“ stürmte auf Anhieb die Charts und wurde mit Platin ausgezeichnet. Gleichzeitig tourten Sie durch Deutschland und begeisterten Tausende Fans. Im Augenblick geben sie ihre vorerst letzten Konzerte, unter anderem in der seit Monaten ausverkauften Columbiahalle in Berlin.
Die Bühne ist mit einem weißen Vorhang verhüllt. Das Licht wird runtergefahren und der Saal hält den Atem an. Es flimmert und plötzlich wird die ausverkaufte Columbiahalle zum Kino. Gezeigt wird das neue Video zur aktuellen Single „Ich komme an Dir nicht weiter“. Nach dem Ausklingen der letzten Takte herrscht gespannte Stille.
Der Vorhang fällt, AnNa und Peter stürmen die Bühne und das Publikum tobt. Nach temporeichem Auftakt werden bei der ersten Ballade Wunderkerzen und
Feuerzeuge gezündet und im Saal beginnt das Kuscheln.
Rosenstolz ziehen ihr zweistündiges Programm, gemischt aus aktuellen Titeln und älteren Stücken wie „Schlampenfieber“, professionell durch. Die dreizehnjährige Bühnenerfahrung ist ihnen und ihren Musikern anzumerken. Sie haben ihr Publikum voll im Griff und lassen bei Songs wie „Die Zigarette danach“, „Liebe ist alles“ oder „Sex im Hotel“ die ganze Halle singen.
Als Rosenstolz für 2005 ein Pause von der Bühne ankündigen, geht ein bedauerndes Raunen durch die Reihen. Doch schnell trösten sie mit einer Kostprobe aus ihrem kommenden Album: „Ich geh in Flammen auf“. Sicher ein Höhepunkt für die Fans.
Die angekündigte Pause scheint nötig. Peter hüpft wie ein Flummi über die Bühne und zieht sich aus. AnNa singt sich das Herz aus dem Leib und zieht sich mehrfach um. Dennoch bleibt der Eindruck, dass sich mit der Entwicklung zu immer poppigeren Stücken auch Glätte bei Rosenstolz einschleicht. Der Auftritt wirkt etwas zu routiniert, sogar die Zugaben scheinen bis auf den letzten Takt einstudiert, „Die Schlampen sind müde“.
Das fällt besonders im Vergleich zu Juli auf, die als Vorband auftraten. Songs mit weniger Herz wurden mit umso mehr davon gespielt. Juli rockten mit Seele. Und so summe ich nach dem Konzert so vor mich hin: mh mh mh mhmhmh mhmh … das ist der perfekte Tag
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Text & Fotos: © André Müller

Liebe Yasmin,
Es geht bei Dir schon richtig multimedial zu!
Ein toller Vorschlag für unser Festival! Danke für die reichhaltigen Informationen und das Video! Ein wunderschönes Lied, das unser Gespräch per Skype gut fortsetzt. Ich glaube, wenn man etwas Wunderschönes im Leben erlebt hat, so bleibt das als gute Grundlage, als positive Energie auch weiter, auch wenn dieses „Beste“ schon vorbei ist…
Mit lieben Grüßen
Irina.
Liebe Yasmin, „das Beste“ ist wirklich ein schönes Lied.. Dein Beitrag hat mir die Band Silbermond näher gebracht und mich neugierig gemacht. Vielen Dank schreibt Ratna aus Jakarta
Tolle Leistung Yasmin, multimedial und ziemlich komplett!
Danke für den Beitrag!
Das Lied als Text hat mir sehr gut gefallen!!
Liebe Yasmin,
ich habe Silbermond – das Beste gehört und diese Art von Lieder gefällt mir sehr. Ich kannte diese Band gar nicht! Dein Beitrag ist wirklich toll!
Silvana aus Brasilien
Liebe Yasmin,
ich habe gerade die andere Musik – Rosenstolz – Lyrics auch gehört, das Lied ist auch sehr schön, ganz klar und gut zu verstehen… Ich höre sowas sehr gern im Auto, denn ich fahre ziemlich viel!!!!
Silvana aus Brasilien
Liebe Yasmin,
ich bin auch der Meinung, dass „Rosenstolz“ zu unserem Festival eingeladen werden sollte! Meine Studenten haben im letzten Semester ihre Lieblingsbands und Interpreten präsentiert. Und in jeder Gruppe wurde „Rosenstolz“ zu einem Gesprächsthema!
Mit besten Grüßen
Irina.
Liebe Yasmin: ich habe mir am Wochenende deine Beiträge besser geniessen können. Die Lieder sind wirklich schön und anregend für den Unterricht.
Da muss ich mich nochmal bedanken!
Salam nach Cairo.
marcos ueda
Hallo Yasmin,
deinen Beitrag zu Deutschpop finde ich super!
Ich habe mir auch andere deine Blogs kurz angeschaut. Respekt!
Liebe Grüße
Tanja